Ein Blutzuckerwert von 920 mg/dl ist extrem hoch und weit außerhalb des normalen Bereichs. Zum Vergleich: Bei einem gesunden Menschen liegt der Blutzucker nüchtern meist zwischen 70 und 100 mg/dl. Schon Werte ab 250 mg/dl gelten als gefährlich – alles darüber hinaus kann zu lebensbedrohlichen Situationen führen.
Ein Wert von 920 mg/dl bedeutet, dass im Blut so viel Zucker vorhanden ist, dass der Körper völlig überlastet war. Die Zellen konnten den Zucker überhaupt nicht mehr aufnehmen, weil entweder kein Insulin vorhanden war (wie bei vielen Typ-1- oder atypischen Typ-2-Diabetikern) oder weil Insulin nicht mehr wirkte. Der Körper versucht dann, den Zucker über den Urin auszuscheiden, verliert dabei aber große Mengen Wasser und Elektrolyte. Das kann zu starker Austrocknung, Bewusstseinsstörungen oder sogar einem diabetischen Koma führen.
Viele Menschen merken vorher Symptome wie extremes Trinken, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, Übelkeit, Gewichtsverlust oder Sehstörungen – aber manchmal kommt die Diagnose auch plötzlich.
Ein so hoher Wert bedeutet: Die Erkrankung war zu diesem Zeitpunkt bereits massiv aktiv – aber mit Therapie, Insulin und guter Begleitung lässt sich der Stoffwechsel wieder stabilisieren.