Was ist der Unterschied zwischen langwirkendem und schnellem Insulin?

Bei einer Insulintherapie unterscheidet man zwei Haupttypen mit unterschiedlichen Aufgaben im Stoffwechsel: schnelles (Bolus-)Insulin und langwirkendes (Basal-)Insulin.

Schnelles Insulin wie z. B. Insulin aspart, Insulin lispro oder Insulin glulisin wirkt innerhalb von 5–15 Minuten, erreicht nach ca. 45–90 Minuten die stärkste Wirkung und ist nach 3–5 Stunden wieder abgebaut. Es wird meist zu den Mahlzeiten gespritzt, um Blutzuckerspitzen nach dem Essen gezielt abzufangen – ähnlich wie ein „Turbo“, der genau dann unterstützt, wenn Energie (Zucker) ins Blut gelangt.

Langwirkendes Insulin wie Insulin glargin oder Insulin degludec wirkt gleichmäßig über 20–42 Stunden (je nach Präparat) und wird unabhängig vom Essen, oft 1× täglich abends gespritzt. Es deckt den Grundbedarf des Körpers ab, also den Zucker, den die Leber auch zwischen den Mahlzeiten und nachts freisetzt. Basal-Insulin ist kein „Spitzenfänger“, sondern hält den Blutzucker im Alltag stabil – wie der Motor im Leerlauf, der immer läuft.