Diabetes ist eine chronische Erkrankung, die nicht nur den Blutzucker betrifft, sondern viele Organe im Körper beeinflussen kann. Deshalb ist es wichtig, nicht nur einen Arzt zu sehen, sondern gezielt mehrere Fachrichtungen regelmäßig einzubeziehen – vor allem zur Früherkennung von Folgeschäden.
1. Hausarzt
Zentrale Koordinationsstelle. Er kontrolliert Blutwerte, Blutdruck, Gewicht, Medikamente und überweist bei Bedarf an Fachärzte.
2. Diabetologe
Spezialist für die Einstellung von Insulin und Medikamenten, Bewertung von HbA1c, CGM-Daten (TIR), Hypoglykämien und Therapieanpassungen.
3. Augenarzt (mindestens 1× jährlich)
Zur Kontrolle der Netzhaut. Diabetische Veränderungen machen lange keine Beschwerden, können aber früh erkannt und behandelt werden.
4. Zahnarzt (mindestens 1–2× jährlich)
Diabetes erhöht das Risiko für Zahnfleischentzündungen. Umgekehrt verschlechtern Entzündungen im Mund die Blutzuckerwerte.
5. Nierenkontrolle (Hausarzt / ggf. Nephrologe)
Überwachung von Kreatinin, eGFR und Mikroalbumin im Urin.
6. Kardiologe (bei Bedarf)
Bei Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder erhöhtem Risiko.
7. Podologe / Neurologe
Zur Kontrolle von Füßen, Nerven und Gefühlsstörungen.
Fazit:
Nicht jeder Arzt ist ständig nötig – aber regelmäßige Vorsorge schützt langfristig. Diabetes gut managen heißt, den ganzen Körper im Blick zu behalten.