Kurz gesagt: Nein, aufhören wäre keine gute Idee, auch wenn die Waage mir zeitweise weniger gefallen hat. Gerade mit 66 Jahren ist Krafttraining wichtiger denn je – wichtiger als eine bestimmte Zahl auf der Waage.
Mit zunehmendem Alter verlieren wir jedes Jahr Muskelmasse und Muskelkraft, wenn wir nichts dagegen tun. Dieser Prozess heißt Sarkopenie. Weniger Muskeln bedeuten: geringerer Grundumsatz, schlechtere Blutzuckerwerte, mehr Insulinresistenz, höheres Sturzrisiko und langfristig weniger Selbstständigkeit. Gehen allein – auch 10 km täglich – reicht dafür nicht aus.
Krafttraining sorgt dafür, dass:
- ich Muskelmasse erhalte oder aufbaue
- mein Körper mehr Zucker in die Muskeln aufnehmen kann
- die Insulinempfindlichkeit steigt
- Knochen, Gelenke und Gleichgewicht stabil bleiben
- ich im Alltag leistungsfähig bleibe
Dass mein Gewicht im Fitnessstudio erst gestiegen ist, lag nicht an „falschem Training“, sondern an mehr Muskelwasser, Glykogen und Muskelaufbau. Das ist kein Fett und kein Schaden – im Gegenteil.
Fazit:
Lieber 93 kg mit mehr Muskeln, Kraft und Stabilität als 89 kg ohne Krafttraining. Die Waage misst Gewicht – aber nicht Gesundheit. Gerade in meinem Alter ist Kraftsport kein Extra, sondern Investition in die nächsten Jahre.