Ich habe festgestellt, dass viele Brote und Brötchen im Handel – auch in vielen Bäckereien – nicht mehr auf traditionellem Sauerteig, sondern auf modernem Industriehefeteig basieren. Diese sind oft aus stark ausgemahlenem Mehl und wirken im Körper schnell und insulinwirksam, was bei Diabetes meine Werte stärker steigen lässt.
Deshalb habe ich mich gefragt:
Wäre es sinnvoller, wieder selbst Brot und Brötchen zu backen – so wie früher?
Ja – und zwar aus guten Gründen, aber mit realistischen Erwartungen.
Warum selbst backen sinnvoll sein kann:
- Ich kann Vollkorn & Urgetreide bevorzugen (z. B. Emmer, Roggen, Hafer).
- Ich kann Sauerteig langsam selbst ansetzen, was die Stärke im Mehl teilweise vorverdaut und den glykämischen Effekt verringert.
- Ich bestimme die Körnung, den Ballaststoffanteil und die Ruhzeiten, was oft zu stabileren Blutzuckerwerten führt.
- Im Vergleich zu manchem Handelsbrot ist selbstgebackenes Brot meist ruhiger für den Stoffwechsel.
Aber:
Selbst backen ist kein Muss für alle, aber ein sehr wirksamer Ansatz für mich, wenn ich meine Blutzuckerreaktionen positiv beeinflussen will.
Es braucht Zeit und ein bisschen Übung, lohnt sich aber oft – besonders bei Diabetes.
Fazit:
Selbst gebackenes Sauerteigbrot ist nicht nur „nostalgisch“, sondern kann messbar besser für meine Werte sein als viele handelsübliche Varianten.