Von einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) spricht man offiziell, wenn der Blutzucker unter 70 mg/dl (3,9 mmol/l) fällt. Dieser Wert gilt als Grenze, ab der der Körper beginnt, Warnsignale auszusenden. Wirklich gefährlich wird eine Hypo jedoch meist ab 55 mg/dl (3,0 mmol/l) und darunter. In diesem Bereich bekommt das Gehirn deutlich zu wenig Glukose – und genau das macht Hypoglykämien so riskant.
Typische Warnzeichen sind Zittern, Schwitzen, Herzklopfen, Heißhunger, Nervosität oder Konzentrationsstörungen. Sinkt der Wert weiter unter 50 mg/dl, können Sehstörungen, Sprachschwierigkeiten oder Verwirrtheit auftreten. Ab etwa 40 mg/dl besteht ein hohes Risiko für Bewusstlosigkeit oder Krampfanfälle; hier spricht man von einer schweren Hypoglykämie.
Wichtig ist: Manche Diabetiker bemerken Hypo-Symptome früher, andere später. Und wer häufig niedrige Werte hat, spürt Warnzeichen oft schlechter (Hypowahrnehmungsstörung).
Deshalb gilt:
Unter 70 mg/dl → reagieren
Unter 55 mg/dl → gefährlich
Unter 40 mg/dl → medizinischer Notfall
Eine schnelle Gabe von Traubenzucker, Saft oder Glukosegel ist dann lebenswichtig.