Ja, es gibt mehrere Möglichkeiten, um zu beurteilen, wie gut die Bauchspeicheldrüse – vor allem die insulinproduzierenden Betazellen – noch arbeitet. Besonders für Diabetiker ist das wichtig, weil es zeigt, ob der Körper noch eigenes Insulin produziert oder ob die Insulinproduktion bereits stark eingeschränkt ist.
Die wichtigsten Methoden sind:
1. C-Peptid-Messung (Bluttest)
Dies ist der wichtigste Test. C-Peptid entsteht immer dann, wenn der Körper eigenes Insulin produziert.
- Hoher Wert = Körper produziert noch Insulin
- Niedriger oder sehr niedriger Wert = Betazellen sind erschöpft
Der Test kann nüchtern oder nach einer Mahlzeit durchgeführt werden und zeigt recht genau, wie viel Eigeninsulin noch vorhanden ist.
2. Blutzucker + C-Peptid kombiniert
Zeigt, wie die Bauchspeicheldrüse auf Kohlenhydrate reagiert. Wenn der Blutzucker steigt, das C-Peptid aber niedrig bleibt → die Bauchspeicheldrüse reagiert nicht mehr richtig.
3. Antikörpertests (GAD, IA2, ZnT8)
Diese zeigen, ob ein autoimmuner Prozess läuft – typisch bei Typ-1 und LADA/Atypisch. Sie messen nicht die Funktion selbst, geben aber Hinweise, warum sie nachlässt.
4. OGTT (Zuckerbelastungstest)
Wird vor allem zur Diagnose genutzt, zeigt aber indirekt, wie gut der Körper Insulin freisetzt.
Fazit:
Die zuverlässigste Methode zur Einschätzung der Funktionsfähigkeit ist der C-Peptid-Wert. Er zeigt am besten, wie viel eigenes Insulin die Bauchspeicheldrüse noch liefert.