Ist tägliches Eincremen sinnvoll – und welche Rolle spielt UREA dabei?

Ja, tägliches Eincremen ist für Menschen mit Diabetes sehr sinnvoll – besonders für die Füße, aber auch für den restlichen Körper. Diabetes kann die Haut trockener und empfindlicher machen, weil Durchblutung, Schweißdrüsenfunktion und Hauterneuerung beeinträchtigt sein können. Trockene Haut neigt zu Rissen, und genau dort können Keime eindringen.

Hier kommt UREA (Harnstoff) ins Spiel. UREA ist ein natürlicher Bestandteil gesunder Haut und wirkt auf zwei Arten:

  • Feuchtigkeitsspendend: UREA bindet Wasser in der Haut und hält sie geschmeidig
  • Hornhautregulierend: Es macht verhornte, dicke Haut wieder weich

Für Diabetiker gelten meist folgende Empfehlungen:

  • 5–10 % UREA → für tägliche Pflege trockener Haut
  • 10–20 % UREA → bei stärkerer Hornhaut oder sehr trockenen Füßen
  • >20 % UREA → nur gezielt und nach Rücksprache (wirkt stark hornhautlösend)

Wichtig:
👉 Nicht zwischen den Zehen eincremen – dort soll die Haut trocken bleiben
👉 Bei offenen Stellen oder Rissen keine UREA, sondern ärztlich abklären

Fazit:
Regelmäßige Hautpflege ist bei Diabetes kein Kosmetikthema, sondern Infektions- und Fußschutz. UREA hilft dabei, die Hautbarriere stabil zu halten – und genau das macht sie so wertvoll.