Diabetes erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich.
Der Grund: Dauerhaft erhöhte oder stark schwankende Blutzuckerwerte schädigen die Blutgefäße, fördern Ablagerungen (Arteriosklerose) und belasten das Herz. Deshalb gelten Menschen mit Diabetes medizinisch oft als Hochrisikopatienten für Herzinfarkt und Schlaganfall – selbst dann, wenn sie sich gut fühlen.
Das Besondere: Herzprobleme verlaufen bei Diabetikern häufig stiller. Typische Warnsignale wie starke Schmerzen können fehlen oder abgeschwächt sein („stiller Herzinfarkt“). Umso wichtiger ist die Vorsorge.
Ein Besuch beim Kardiologen ist besonders sinnvoll bei:
- Bluthochdruck
- erhöhten Cholesterinwerten
- Herzrhythmusstörungen
- Atemnot oder schneller Erschöpfung
- familiärer Herz-Vorerkrankung
- langjährigem Diabetes
Der Kardiologe prüft u. a. Blutdruck, EKG, Herzultraschall und ggf. Belastungstests. So lassen sich Risiken früh erkennen – oft lange bevor Beschwerden auftreten.
Empfehlung:
- Bei Risikofaktoren oder Auffälligkeiten: regelmäßige Kontrollen
- Ohne Beschwerden: nach ärztlicher Einschätzung, ggf. als Basischeck
Fazit:
Herzvorsorge ist bei Diabetes keine Kür, sondern präventiver Schutz. Wer früh hinschaut, kann viel verhindern.