Diabetes betrifft nicht nur den Blutzucker – er wirkt sich auf den ganzen Körper aus. Deshalb gibt es mehrere Blutwerte, die für Diabetiker besonders wichtig sind und regelmäßig überprüft werden sollten. Jeder dieser Werte zeigt einen anderen Aspekt der Stoffwechsel- und Organfunktion:
1. HbA1c
Gibt den Durchschnittsblutzucker der letzten 8–12 Wochen wieder. Ein zentraler Wert zur Beurteilung der Therapie.
2. Nierenwerte: Kreatinin & eGFR
Zeigen, wie gut die Nieren filtern. Bei Diabetikern besonders wichtig, da hohe Zuckerwerte die Nierengefäße schädigen können.
3. Mikroalbumin (Urin)
Einer der frühesten Marker für Nierenschäden. Ein erhöhter Wert bedeutet: Die Niere lässt Eiweiß durch – ein Warnsignal.
4. Cholesterinwerte (LDL, HDL, Triglyceride)
Erhöhtes LDL ist bei Diabetikern ein besonders starker Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall.
5. Leberwerte (GPT, GOT, GGT)
Viele Diabetiker entwickeln eine Fettleber – oft unbemerkt. Leberwerte helfen bei der Früherkennung.
6. Entzündungswerte (CRP)
Chronische Entzündungen treten bei Übergewicht, Infektionen oder Stoffwechselproblemen häufiger auf.
7. Schilddrüsenwerte (TSH)
Unter- oder Überfunktionen der Schilddrüse beeinflussen Blutzucker, Gewicht und Stoffwechsel.
8. Elektrolyte (Natrium, Kalium)
Wichtig bei Insulintherapie, Flüssigkeitsverlust oder Nierenproblemen.
Regelmäßige Kontrollen helfen, Probleme früh zu erkennen und Folgeschäden zu vermeiden.