Wie wichtig ist Cholesterin bei Diabetikern – und warum spielt es eine besondere Rolle?

Cholesterin betrifft jeden Menschen, aber für Diabetiker ist es besonders wichtig, die Werte gut im Blick zu behalten. Der Grund: Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker schädigt die Blutgefäße – und schlechtes Cholesterin (LDL) verstärkt diesen Effekt enorm. Dadurch steigt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall bei Menschen mit Diabetes deutlich stärker als bei Nicht-Diabetikern.

Es gibt drei Hauptwerte:

  • LDL-Cholesterin („schlechtes“ Cholesterin): lagert sich an Gefäßwänden ab und fördert Arteriosklerose
  • HDL-Cholesterin („gutes“ Cholesterin): schützt die Gefäße
  • Triglyceride: Blutfette, die bei Diabetikern oft erhöht sind

Für Diabetiker gelten oft striktere Zielwerte, weil ihre Gefäße empfindlicher sind. Viele Ärzte empfehlen, das LDL möglichst unter 70 mg/dl zu halten – je nach Risiko sogar noch niedriger. Ernährung, Bewegung und Gewichtsreduktion helfen, aber oft kommen auch Statine (Cholesterinmedikamente) zum Einsatz, um die Gefäße langfristig zu schützen.

Besonders wichtig: Auch Menschen mit normalem Gewicht oder gut eingestelltem Diabetes können hohe Cholesterinwerte haben. Deshalb gehören regelmäßige Blutkontrollen automatisch zur Diabetes-Therapie dazu.